Hier haben wir allerlei Wissenswertes, was man über Hunde wissen sollte, für Sie zusammengestellt

PL (Patella Luxation) beim Hund

Ursachen

Ursächlich für eine Kniescheibenverrenkung / Kniescheibenluxation kann ein Unfall sein.Was passiert bei der Kniescheibenverrenkung / Kniescheibenluxation?

Bei der Kniescheibenluxation die durch ein Unfallereignis entsteht(= traumatische Patellaluxation), zerreißt der innere Band- und Halteapparat der Kniescheibe (= mediales Retinaculum, mediales patello-ferorales Ligament, MPFL).Heilen die zerrissenen Bandstrukturen nicht zusammen, bleibt die Kniescheibe instabil. In der Folge kann die Kniescheibe immer wieder auch bei alltäglichen Bewegungen, d.h. ohne Unfall, ausrenken (= chronisch - rezidivierende oder posttraumatische Patellaluxation).

Weder eine Unterforderung, noch eine Überforderung ist anzustreben. Es ist wichtig, dass der Junghund genug Muskelgewebe bildet, da die Muskeln wenigstens dem Gelenk im Fall der Fälle Halt geben, wenn schon das Bindegewebe oder der Knochenbau zu schwach ist. Einer der stärksten Muskeln des Körpers, der Musculus quadriceps femoris, streckt das Kniegelenk. Er kommt vom Beckenbereich und setzt mit seiner Endsehne (Patellaband) am vorderen oberen Ende des Schienbeines an. Allerdings ist auch jede Überlastung des Welpen/Junghundes zu vermeiden, also kein hartes oder forciertes Training durch ständiges Stöckchen- und Ballwerfen oder Fangspiele, aber eben auch keine übertriebene Schonung. Stattdessen sollte dem Welpen/Junghund ermöglicht werden, sich ausreichend nach Lust und Laune zu bewegen und Herumzutoben möglichst mit gleichaltrigen Rassevertretern, da so die Kräfte zueinander passen, und bei Spaziergängen sollte die fünf-Minuten-Regel beherzigt werden, d.h. der Welpe/Junghund sollte pro Lebensmonat nicht mehr als 5 Minuten am Stück zügig laufen, danach eine längere Pause einlegen, bevor der Spaziergang fortgesetzt wird. Bleibt der Welpe/Junghund zurück oder legt er sich sogar hin, ist bereits das zumutbare Maß deutlich überschritten und sollte künftig beachtet werden. Wenige Treppenstufen, z.B. auf der Terrasse sind ok, jedoch täglich mehrfach mehrere Stockwerke tabu! Dies kann das gesamte Skelett schädigen. Außerdem sollte ein Welpe/ Junghund grundsätzlich niemals von Höhen runterspringen, die er nicht selbst ersprungen ist. Aber zu bedenken ist auch, dass die Höhe einer Eckbank bereits für viele Zwerghund-Welpen ohne Mühe zu erspringen ist, das entspricht nicht selten dem 3-4fachen seiner eigenen Größe. Man stelle sich vor, einen Schäferhundwelpen diese Entsprechung springen zu lassen. Mit Recht würde jeder Fachmann sagen, dass man da selbst Schuld trage, wenn es zu HD kommt. Um Schäden zu vermeiden, sollte man rechtzeitig Steighilfen vor Couch, Sessel etc. anbringen oder solche Höhen für Tabu erklären. Ein Läufer vor Couch, Sessel etc. ist bei rutschigen Böden immer angebracht. Rutschige Böden (Laminat, Fließen, Parkett) und harte Sprünge können zu Mikroverletzungen führen, die im Verdacht stehen in Folge bei Zwergrassen im fortgeschrittenen Alter leichte PL-Grade (1-2) hervorzurufen

Man sollte berücksichtigen, dass die überwiegende Zahl der PL-Fälle lediglich leichten Grades sind und nur wenige davon
überhaupt wirklich ein Krankheitsbild zeigen, das einer Behandlung bzw. einer Operation bedarf. Bedenken sollte man auch, dass es zum Teil operationswütige Tierärzte gibt, die bereits eine PL 1 völlig unnötiger Weise operieren und damit das Tier dem Risiko aussetzen, nach der OP schlechter zu laufen als vorher, womöglich irreversibel. Eine zweite Meinung eines Spezialisten einzuholen ist in jedem Fall ratsam, auch sollte, wenn operiert werden muss, nur von einem Spezialisten operiert werden.

Kein Züchter kann heute garantieren, nur PL-freie Welpen (bis ins Alter) zu züchten, höchstens, dass der Hund zum Zeitpunkt der Übergabe patellaluxationsfrei ist und seine Zuchttiere ebenfalls. Selbstverständlich sollte man als Züchter bestrebt sein, Verpaarungen möglichst so zu wählen, dass Elterntiere und möglichst viele Ahnen bis ins hohe Alter patellaluxationsfrei sind oder waren und dass man nach den heutigen Erkenntnissen sein Möglichstes tut, um Nachwuchs zu züchten, der keine Probleme mit der Kniescheibe bekommt, dies fordert übrigens auch das Qualzuchtgesetz. Leider ist es aber so, dass selbst patellaluxationsfreie Eltern, Großeltern etc, keine garantiert patellaluxationsfreie Welpen zeugen, wie ja auch die Studien an den schweizerischen Papillons ergeben hat. Die Bezeichnung "patellaluxationsfreie Zucht" kann sich daher lediglich immer nur darauf beziehen, dass der Zuchtbestand patellaluxationsfrei ist zum Zeitpunkt der Untersuchung.

Es wäre vermutlich wichtig zu unterscheiden, ob es sich um eine knochenbedingte Ursache für die PL handelt oder eine rein bindegewebliche Ursache, was allerdings oft nicht leicht zu differenzieren ist und nicht selten auch als Mischform vorliegt. Eine rein bindegewebliche Ursache scheint keine schweren Formen von PL zu verursachen, die operiert oder behandelt werden müssen. Die Hunde zeigen in der Regel weder Schmerzen noch Lahmheiten, sind nicht im Bewegungsablauf beeinträchtigt.

Eine Operation von Hunden mit PL, die keine Schmerzen verursacht, ist nach Ansicht einiger Experten zumindest bei leicht gebauten Kleinhunden falsch. Mehr und mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass man nur dann operieren sollte, wenn der Hund deutlich an Schmerzen leidet, da man ansonsten Gefahr läuft, dass der Hund nach der Operation mehr beeinträchtigt ist, als zuvor. Das gelegentliche Liften des Beines bei sonst vergnügtem Herumtoben und Springen ist nicht zwangsläufig ein Zeichen von Schmerzen, sondern meist nur eine kurzfristige schmerzlose Blockade des Gelenkes, sofern der Hund ansonsten unverändert lauf- und sprungfreudig ist. Leicht gebaute Zwergrassen entwickeln aufgrund ihres geringen Gewichtes bei genügend Bewegung (wer rastet, der rostet) kaum Arthrosen, eine vorbeugende OP ist daher nicht vorbehaltlos zu empfehlen, sondern immer im Einzelfall sehr gründlich und gewissenhaft abzuwägen. Allerdings ist dies bei schwergewichtigen Rassen und übergewichtigen Hunden anders zu bewerten, ein Mops muss ggf. durchaus schon bei einer leichten PL operiert werden, um einer Arthrose vorzubeugen. Insbesondere junge Hunde, die noch im Wachstum sind, laufen bei voreiliger Operation Gefahr, dass diese nicht von dauerhaftem Erfolg gekrönt ist, da sich durch das Wachstum wieder Veränderungen an Knochen, Muskulatur und Bändern ergeben können. Außerdem ist es bei lebhaften Junghunden auch problematisch, die zwingend nötige Schonung nach der OP strikt einzuhalten, was ebenfalls den Erfolg der OP gefährdet. Auch bei alten Hunden, die bereits an Herz etc. erkrankt sind, sollte man gut abwägen, ob der Nutzen vor dem Schaden steht und man ggf. nicht mit einer konservativen Therapie besser fährt. Ebenso ist nicht unerheblich, ob es sich um eine gravierende Achsenfehlstellung handelt, oder nur um leichte, die sich ggf. im weiteren Wachstum bei richtiger Ernährung und Auslauf noch ausgleichen kann. Ob also eine Operation notwendig ist, richtet sich nach Schmerzzustand, Alter und den anatomischen Gegebenheiten.

Als Operationsmethoden kämen Gelenkkapselraffung, Vertiefung des Patellagleitlagers, Korrektur der Achsenfehlstellung, eine Verlegung des Muskels quadrizeps femoris etc. und Kombinationen daraus in Frage. Die Nachsorge sollte strikt nach den Anweisungen des Tierarztes erfolgen, zusätzlicher gezielter Muskelaufbau (Bergauflaufen, schwimmen) zu gegebener Zeit in Absprache mit dem Tierarzt ist ratsam. Von der Gabe von Hormonen/Anabolika zum Muskelaufbau ist abzuraten, da die Nebenwirkungen und Spätfolgen nicht überschaubar sind.

Vorbeugen

Um einer OP vorzubeugen,sollte man Übergewicht tunlichst vermeiden. Bei (bestehender) leichter Patellaluxation kann man mit  Grünlippmuschelextrakt, Gelatine, Glukosamine, MSM und Chondroitin einer Arthrose und schmerzhaften Gelenksveränderungen vorbeugen

Lesen Sie diesen neuen, interessanten Bericht über Giardien:

Giardien und Kokzidien

Giardiasis und Kokzidiosen sind Durchfallerkrankungen, die durch einzellige Parasiten hervorgerufen werden. Der Erreger der Giardiasis ist Giardia canis. Kokzidiosen werden durch verschiedene Gattungen hervorgerufen, zu der wichtigsten Gattung beim Hund zählen die Isospora.

Die Erreger kommen weltweit vor, allerdings sind vor allem Giardia in südlichen Regionen häufiger anzutreffen als in unseren Gefilden. Die Parasiten kommen nicht nur bei Tieren vor - gerade die verschiedenen Kokzidiengattungen haben ein sehr breites Wirtsspektrum (Hund, Katze, Kaninchen, Meerschweinchen, Wiederkäuer, Vögel, Reptilien, etc.) - sondern sie können auch den Menschen befallen.

Kokzidien sind im Gegensatz zu den Giardien allerdings artspezifisch, d.h. dass beispielsweise von einer Kokzidiose des Hundes keine Gefahr für den Menschen ausgeht. Dies konnte auch bei der Giardiasis nicht experimentell nachgewiesen werden.

Hygienisches Verhalten ist daher äußerst wichtig. Bei den Erkrankungen handelt es sich um Faktorenkrankheiten, d.h. dass eine Schwächung des Hundes vorangegangen sein muss, meist durch Krankheit, fehlerhafte Fütterung (zu schneller Futterwechsel, zu heißes oder zu kaltes Futter, stark gewürzte Speisereste, um nur einige zu nennen) . Allerdings kann auch Stress (z.B. Angst, Aufregung, Transport, Hitze, etc.) die Immunabwehr mindern und somit Auslöser der Erkrankung sein.

Entscheidend ist, dass bei jeder Darmstörung, gleich welcher Ursache (infektiös oder nicht infektiös), zu einem bestimmten Zeitpunkt eine pH-Verschiebung im Darm auftritt, die zu einer Milieuveränderung führt. Besonders betroffen sind Jungtiere und geschwächte Tiere.

Die Hunde infizieren sich zum einen durch andere Tiere, die den Erreger über den Kot ausscheiden, zum anderen (im Falle der Kokzidien) durch Fressen infizierter Nagetiere oder durch Verzehren von rohem Fleisch. Die mit dem Kot ausgeschiedenen Parasiten können an Pflanzen und anderen Gegenständen hängen bleiben und so wieder von einem Hund oral aufgenommen werden. Die Erreger vermehren sich unter entsprechender Vorschädigung massiv im Darm, wobei die Giardien sich an der Darmschleimhaut festsaugen und die Kokzidien in die Darmschleimhaut eindringen, um sich dort zu vermehren. Dies führt zu einer Schädigung der Darmschleimhaut, da es so zu einer vermehrten Abschuppung der Zellen kommt, was wiederum zu einer Rückbildung der Darmzotten führt. Und so kann der Hundedarm schlechter Nährstoffe aufnehmen.

Die betroffenen Hunde zeigen einen akuten oder immer wiederkehrenden, therapieresistenten (im Falle der Giardiasis) Durchfall. Die Kotbeschaffenheit variiert von wässrig-schleimig, selten mit Blutbeimengungen bis zu hell pastös oder schaumig infolge Fettausscheidung (Giardiasis).

Die meisten Tiere sind munter und haben einen völlig normalen Appetit (Giardiasis). In seltenen Fällen kann es auch zu Erbrechen kommen. Bei einem chronischen Befall zeigen die Tiere Abmagerung, Austrocknung, trockenes struppiges Fell und es kann zu einem Wachstumsstillstand bei Jungtieren kommen. Todesfälle sind aber auch bei Welpen äußerst selten. In den meisten Fällen verläuft der Befall jedoch ohne Symptome.

Die Giardien sowie die Kokzidien können vom Tierarzt im Kot festgestellt werden. Bei den meisten Tieren verschwinden die Erreger nach kurzer Zeit von selbst wieder. Es gibt jedoch verschiedentlich Patienten, welche diese Parasiten nicht zu eliminieren vermögen.

Werden nun Giardien im Kot nachgewiesen, so ist eine dreitägige Behandlung mit Fenbendazol (Panacur) 50 mg/kg angezeigt. Alternativ dazu kann auch Metronidazol eingesetzt werden. Albendazol ist ebenfalls gut wirksam, aber wegen seiner Nebenwirkungen, insbesondere bei trächtigen Hündinnen, nicht zu empfehlen. Daher sollte man das nicht übertreiben, da die Wirkstoffe den Darm und somit die Darmflora schädigen.

Im Falle einer Kokzidieninfektion erfolgt eine Behandlung mit Sulfonamiden oder Sulfonamid-Trimethoprim-Kombinationen am besten in 2 Kuren über jeweils 5 bis 6 Tage mit einer Pause von 6 Tagen dazwischen. Damit sich die Krankheit nicht verschlimmert, sollte das Tier mindestens einen Tag nichts fressen. Denn nur so können sich die Schleimhäute ungestört regenerieren.

Zum Thema Impfungen
 

Das Thema IMPFEN der Hunde, ist wie so vieles sehr umstritten. Da stellt sich die Frage: Werden unsere Hunde zu oft und zu viel geimpft ?

Viele Spätere Impfschäden werden als solche gar nicht erkannt.

Wie z.B Ängstlichkeit, Verhaltensprobleme, Nervosität, Gewichtsverlust, Erbrechen, Durchfall, gestörtes Fressverhalten, Hautprobleme,   Appetitlosigkeit, vermehrter Nasenausfluss, trockene Augen, sogar Blindheit, Epilepsie, Allergien aller Art, treten oft erst viele Wochen nach der Impfung auf und sind leider keine Seltenheit. Keiner denkt dann noch, dass das von der Impfung sein könnte. Dazu kommt, dass auch viele geimpfte Hunde trotzdem krank werden, da die Impfstoffe nicht alle Krankheitskeime abdecken können.

Beim Menschen wird doch auch nicht sooft geimpft und wenn, dann hält die Impfung über mehrere Jahre.

Also eine jährliche Impfung ist bedenklich und sollte gut überlegt sein. Natürlich wird sie von Tierärzten empfohlen, füllt ja auch deren Kassen (selbst wenn die Hunde krank werden bringt das dann auch noch Geld.)